Probiotika Einnahme beim Leaky Gut Syndrom

Probiotika bei Leaky Gut Syndrom

Dass Probiotika der Gesundheit im Allgemeinen und dem Darm im Speziellen gut tun, ist kein Geheimnis. Joghurt, Käse, verschiedene Nahrungsergänzungsmittel und sogar eingelegte Gemüse werden werbewirksam mit der Darmgesundheit in Verbindung gebraucht. Aber warum sind Probiotika so gesund, und was ist das überhaupt?

Bakterien im Darm

Der Darm ist im Grunde genommen ein langer Schlauch, in dem sich eine halbdurchlässige Schleimhaut befindet. Diese Schleimwand soll sicherstellen, dass die aus der Nahrung gewonnen Nährstoffe in die Blutbahn gelangen. Aber eben nur die aus der Nahrung gewonnenen Nährstoffe. Alles andere, also Toxine/Giftstoffe, unverdauliche Partikel, Nahrungskrümel und mehr, wird langsam nach unten abtransportiert.

 

Den Transport erledigt der Darm alleine, solange ausreichend Sport und Bewegung für die nötigen Reize sorgt. Das mit der Verdauung bekommt er aber nicht alleine hin. Denn der Körper stellt zwar selbst Enzyme her, die die Nahrung aufspalten und dem Körper das Herausfiltern der benötigten Nährstoffe ermöglichen. Aber alles können die nicht erledigen. Bei der Zersetzung der Nahrungsmittel helfen Bakterien und Pilze mit. Und die leben im Darm. Sie leben zum Teil von den Nahrung, die wir täglich zu uns nehmen, und sie sondern Verdauungsprodukte ab, die zum Teil giftig für den Menschen sind. Die Schleimhaut des Darms schützt den Körper vor den unerwünschten Stoffen. Solange sie intakt ist.

Probiotika kaufen – Online oder in der Apotheke?

Probiotika sind kein Produkt, welches man ausschließlich überteuert in Apotheken erhält – da probiotische Nahrungsergänzungsmittel keine Zulassung als Medizinprodukt benötigen, kann man Probiotika in absoluter Top Qualität und mit lebenden Bakterienkulturen auch problemlos im Internet kaufen, wie z.B. bei Amazon.
Hier findest du eine Auswahl von Produkten, die wir kennen und uneingeschränkt empfehlen können:

Löcher in der Darmwand?

Beim Leaky Gut Syndrom, kurz LGS, ist sie das nicht. Die Schleimhaut ist zu dünn und löchrig, Giftstoffe, unverdaute Nahrungsteile und unerwünschte Stoffe gelangen an die Darmwand (die eigentlich von der Schleimhaut geschützt werden sollte) und durch die angegriffene Barriere bis in die Blutbahn. Das löst eine recht heftige Reaktion des Immunsystems aus: Die unerwünschten Stoffe werden von Antikörpern angegriffen, müssen abtransportiert und beseitigt werden. Da die Moleküle teilweise körpereigenen Zellen ähneln, werden auch diese unter Umständen fälschlicherweise angegriffen. Das schwächt den Körper.

Symptome für das LeakyGut-Syndrom sind vielfältig. Sie reichen von Müdigkeit, Durchfall, Magenkrämpfen und Kopfschmerzen über Hautekzeme und extremen Stimmungsschwankungen bis hin zu ernsthaften Folgeerkrankungen. Und da ist die Vielfalt noch größer. Morbus Crohn, Typ-1 Diabetes, Zöliakie, Akne, ständig wiederkehrenden Infektionen, Rheuma und Multiple Sklerose. Die genauen Zusammenhänge werden immer noch erforscht. Sicher ist bislang nur, dass der löchrige Darm in Zusammenhang mit vielen Erkrankungen steht. Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass sich Toxine über einen längeren Zeitraum ansammeln und dafür sorgen, dass der Körper sich in einer allgemein schlechten Verfassung befindet.

Gute Bakterien, schlechte Bakterien

Generell sind Bakterien im Darm erwünscht und auch notwendig, denn sie helfen bei der Verdauung. Aber eben nicht alle. Manche Bakterienstämme helfen sehr viel und sind erwünscht, andere sind schlicht egal und werden nicht unbedingt benötigt (schaden aber auch nicht) und wieder andere richten tatsächlich Schaden an. Was tatsächlich im Darm lebt, lässt sich nicht genau feststellen. Eine Stuhlprobe kann ungefähren Aufschluss geben, eine zusätzlicher Nahrungsmittelunverträglichkeits-Test klärt, ob man tatsächlich an LGS leidet.

So einfach lässt sich die Zusammensetzung der Bakterien im Darm nicht beeinflussen. Ziel einer guten Ernährung sollte sein, dass sich überwiegend erwünschte Bakterienstämme im Darm aufhalten. Diese Bakterien kommen aber nicht von alleine in den Darm, sondern müssen irgendwie dorthin gelangen. In der Regel tun sie das über die Nahrung. Fermentierte Produkte wie Joghurt, Kefir, Dickmilch und Sauermilch, aber auch Sauerkraut, Kimchi und eingelegte Gemüse nach japanischer Art enthalten die erwünschten Kulturen. Die müssen den Magen passieren und sich im Dünndarm ansiedeln können. Sie können sich aber nur ansiedeln, wenn sie ein für sie geeignetes Klima finden.

Erst den Darm heilen, dann Probiotika supplementieren

Wer am Leaky-Gut-Syndrom leidet, sollte sinnvollerweise zuerst einmal den Darm heilen lassen. Es reicht dafür oftmals bereits für zwei bis drei Wochen stark-verarbeitete Lebensmittel wegzulassen, wenig Zucker und keine Weißmehl-Produkte zu sich zu nehmen und den Heilungsprozess mit L-Glutamin unterstützen. Denn diese Art der Ernährung entzieht den Darmbakterien ihre Nährstoffzufuhr. In der Folge reduzieren sich die Bakterien, die Darmwände können heilen und sind weniger durchlässig. Erst danach sollten die erwünschten, „guten“ Bakterien in den Darm gebracht werden durch eine entsprechende Ernährung.

Natürliche Lebensmittel sind selten

Die meisten Lebensmittel im Handel sind stark verarbeitet. Sie sind haltbar gemacht, mit Zucker versetzt, mit Zusatzstoffen eingefärbt, konserviert und geschmacklich ergänzt. Das ist für eine der Darmgesundheit zuträgliche Ernährung nicht gut. Unbehandelte Lebensmittel wie beispielsweise naturbelassener Joghurt sind selten geworden. Meist werden nämlich nicht nur Stoffe zugesetzt, sondern die Lebensmittel werden erhitzt, bestrahlt oder auf eine andere Art und Weise behandelt. Das tötet die Bakterien ab, was ja teilweise auch erwünscht ist. Denn es tötet auch Krankheitserreger und toxische Pilze und Bakterien ab.

Wer dem entgehen will, hat mehrere Möglichkeiten. Viele nach biologischen Prinzipien arbeitende Bauern bieten Lebensmittel im Direktverkauf. Im Bioladen vor Ort sind unter Umständen auch naturbelassene Lebensmittel erhältlich. Das ist aber eine extrem kostenintensive Sache. Eine andere Möglichkeit ist, selbst Lebensmittel anzubauen. Obst und Gemüse können auf dem Balkon oder im eigenen Garten gezogen werden. Hat die Erde eine gute Qualität, können die Früchte und Gemüse unverarbeitet und ungewaschen genossen werden (bei einem Anbau ohne Pflanzenschutz- und Düngemittel, fern von Luftverschmutzungen). Sauerkraut, Kimtchi und Joghurt kann man selbst herstellen. Dies ist allerdings zeitintensiv und für die meisten berufstätigen Menschen nebenbei nicht zu bewältigen. Wer frischen Joghurt selbst herstellen möchte, findet auf Amazon sowohl hochwertige Joghurtbereiter als auch die passenden Starterkulturen.

nupure probaflor - probiotika

Für alle, die sich diese Zeit nicht nehmen wollen oder können, gibt es die Möglichkeit der Einnahme von Probiotika-Kapseln. Die Kapseln enthalten genau die Bakterienstämme, die einen gesunden Darm in der Regel besiedeln. Die Kapseln sind so aufgebaut, dass sie sich erst im Dünndarm auflösen. Dadurch kommen die Bakterien unbeschadet durch den Magen und können sich genau da ansiedeln, wo sie erwünscht sind. Nach Angabe des Herstellers eingenommen, bauen die Kapseln so langsam, aber sicher eine gesunde Darmflora auf und helfen, den Körper insgesamt gesund zu erhalten.

Probiotika Einnahme: keine kurzfristige Angelegenheit

Insbesondere bei Darmerkrankungen und dem Leaky Gut Syndrom ist die Einnahme von Probiotika-Kapseln keine kurzfristige Sache. Denn ob sich die Bakterien nach einer mehrwöchigen Therapie wirklich dauerhaft ansiedeln können, weiß niemand. Wer seinen Darm dauerhaft gesund erhalten will, sollte Probiotika in die tägliche Ernährung integrieren, und zwar auf Lebenszeit. Mit Probiotika-Kapseln ist das einfach und mit wenig Aufwand und Kosten verbunden.

Letzte Aktualisierung am 6.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API